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AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM
Qualitätsmanagement

Zollernring 26
89073 Ulm

(0731) 187-264

sabrina.roeller@bethesda-ulm.de

Ansprechpartner
Sabrina Röller

Sabrina Röller

Qualitätsmanagementbeauftragte

Risikomanagement

In allen menschlichen Arbeitsbereichen können Risiken entstehen oder bereits vorhanden sein. Durch den stetig steigenden technischen und medizinischen Fortschritt wachsen auch die Herausforderungen und Risiken für die Einrichtungen im Gesundheitswesen.

Risikomanagement steht für das Erkennen von typischen Gefahren, die in Betrieben vorhanden sind. Dazu zählen das systematische Vermeiden dieser Gefahren in der Zukunft durch Lernen aus Fehlern, Unachtsamkeiten und Missgeschicken in der Vergangenheit.

Dementsprechend sind unsere Mitarbeitenden ausgebildet, damit sich unsere Patienten rundum sicher fühlen können. Unsere strategischen Maßnahmen erhöhen dabei die Patientensicherheit und ermöglichen die erfolgreiche Umsetzung der gesteckten Ziele.

Sixpack Patientensicherheit

1. Patientenidentifikationsarmbänder

Ein wichtiges Mittel, um Verwechslungen zu vermeiden, ist das Patienten-Identifikationsarmband. Es dient während des gesamten Krankenhausaufenthaltes dazu, Ihre Identität vor allen Behandlungsschritten zu kontrollieren. Das ist besonders wichtig bei medizinischen Untersuchungen, bei der Verabreichung von Medikamenten oder Blutprodukten.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie immer wieder nach Ihrem Namen und Ihrem Geburtsdatum gefragt werden. Auch dies dient Ihrer Sicherheit, und soll das Risiko von Verwechslungen ausschließen.

2. Critical Incident Reporting System (CIRS)

Die AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM ist mit einem Frühwarnsystem zur Schadensvermeidung ausgestattet. Hier können Mitarbeiter anonym mögliche Risiken melden, bevor sie zu einem Fehler führen.

Informationen aus Risikointerviews, Begehungen und weiteren internen Prüfungen leisten hierbei wertvolle Unterstützung, um voneinander zu lernen.

 

 

 

3. Normierte Spritzenaufkleber

Für Medikamente, die mit Spritzen verabreicht werden, gelten besondere Richtlinien. Es muss sichergestellt sein, dass der Inhalt der Spritze zweifelsfrei zu erkennen ist.

4. Sicherheitscheckliste (Risk List)

Wir derzeit in der AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM nicht angewendet, da in der Klinik keine Operationen durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

  

5. Medikationssicherheit

Medikationssicherheit wird in der AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM groß geschrieben. Um Ihre Versorgung mit den richtigen Medikamenten sicherzustellen, bekommen Sie während Ihres Aufenthaltes alle Medikamente vom Krankenhaus. Dabei berücksichtigen wir die Medikation Ihres Hausarztes und stimmen diese mit den im Krankenhaus verordneten Medikamenten ab.

Alle Medikamente werden zweimal geprüft. Ein Mitarbeiter richtet die Tabletten und zeichnet diesen Schritt mit seinem Handzeichen in der Kurve ab. Ein Kollege überprüft dann noch einmal das ordnungsgemäße Richten der Medikamente. Vier Augen haben das Medikament damit gesehen, bevor es beim Patienten ankommt.

6. Hygienekonzeption

Korrekte Hygiene minimiert Infektionen und trägt entscheidend zur Gesundung unserer Patienten bei. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Jahn-Mühl ist Leiter von AGAPLESION HYGIENE, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, in Frankfurt. Er entwickelt zusammen mit seinem Team verbindliche Vorgaben zur Hygiene für alle AGAPLESION Krankenhäuser. 

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Sixpack Hygiene

1. Alle Einrichtungen verfügen über einen Hygieneplan

Entsprechend § 23 (5) Infektionsschutzgesetz, Hygieneverordnungen der Länder und Biostoffverordnung, muss ein Hygieneplan erstellt werden.

Damit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeitenden über eindeutige Festlegungen zur Vermeidung von Infektionsgefahren verfügen.

Dieser Hygieneplan wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.

 

 

2. "Aktion saubere Hände" in allen Einrichtungen

Die Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen steht bei dieser nationalen Kampagne im Fokus. Sie wurde am 1. Januar 2008 ins Leben gerufen vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ). Sie ist der deutsche Ableger der Kampagne der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Händehygiene.

Unterstützt wird die Aktion Saubere Hände u. a. durch das Bundesministerium für Gesundheit, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG). Konsequente Händedesinfektion in definierten Situationen z. B. vor und nach Patientenkontakt verhindert die Übertragung von Krankheitserregern und ist eine der effektivsten Maßnahmen der Infektionsprävention.

Bei der Händedesinfektion können auch Sie mitmachen. In vielen Krankenhäusern befinden sich bereits im Eingangsbereich Möglichkeiten zur Händedesinfektion.

3. Screening-Vorgaben für Patienten mit multiresistenten Erregern (MRE) in allen Krankenhäusern

Vielleicht haben Sie schon einmal von multiresistenten Erregern (MRE) gehört. Infektionen mit diesen Keimen sind häufig sehr schwierig zu behandeln, weil viele Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Ein Beispiel ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA).

Patienten, die diesen Keim tragen, werden in Einzelzimmern untergebracht. Das Personal beachtet besondere Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Keims zu verhindern.

Zur frühzeitigen Erkennung von MRE-Trägern empfiehlt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch Institut sogenannte Screening-Untersuchungen. Darunter versteht man die aktive und gezielte Suche nach MRE-besiedelten Personen unabhängig von klinischen Symptomen. Dann können zeitnah Maßnahmen eingeleitet werden, die über die Basishygiene hinausgehen.

4. Erfüllung des Infektionsschutzgesetzes durch Erfassung nosokomialer Infektionen, multiresistenter Erreger sowie des Antibiotikaverbrauchs

Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, das Auftreten multiresistenter Erreger, die Häufigkeit von Krankenhausinfektionen und den Verbrauch von Antibiotika aufzuzeichnen. Die AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM setzt diese Pflicht um.

Darüber hinaus dienen diese Aufzeichnungen im Krankenhaus zur internen Kontrolle, um z. B. postoperative Wundinfektionen oder die Häufigkeit multiresistente Erreger zu prüfen.

 

 

 

 

 

5. Validierte Prozesse zur Instrumentenaufbereitung in allen Krankenhäusern

Medizinprodukte, wie beispielsweise chirurgische Instrumente, können beim Menschen schwere Infektionen auslösen, wenn sie zwischen den Operationen nicht richtig gereinigt, desinfiziert und sterilisiert werden.

Um dies sicherzustellen, unterzieht die AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM technische Geräte, in denen Medizinprodukte aufbereitet werden, einer umfangreichen Prüfung, der sogenannten Validierung. Diese Prüfungen stellen sicher, dass alle Geräte einwandfrei arbeiten und am Ende der Aufbereitung ein für den Patienten sicheres Instrument zur Verfügung steht.

6. Alle Einrichtungen untersuchen Trinkwasser nach den Anforderungen der Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) wurde in Deutschland am 21. Mai 2001 erlassen. Diese Verordnung regelt die Anforderungen an die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Grundlage der Qualitätssicherung sind regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität. Die AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM führt diese Kontrollen in regelmäßigen Abständen durch.